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Piranhas und das "Haus des Teufels" | Quax am 25.11.2006 17:28:37
Infos
Datum:14.10.2006
Ort:Canaima
Land:Venezuela
Satellitenbild
Venezuela zu bereisen ist heute kein grosses Abenteuer mehr. Ferienflieger bringen Touristen auf die Isla Margarita vor der Küste Venezuelas. Wer die Annehmlichkeiten der Ferienanlage hinter sich lassen und das Land erkunden möchte, kann von hier aus mehrtägige Ausflüge aufs Festland unternehmen.

Dschungelcamp

Mit einem alten russischen Kleinflugzeug geht es 2 Stunden südwärts und dann ist man mittendrin im Dschungel des Orinoko-Deltas. Vom Flugplatz in Tucupida, der einzigen Stadt der Region, geht es mit dem Speedboot durch ein unübersehbares Labyrinth von Flüssen und Wasserwegen tiefer ins Sumpfland des Orinoko. Dichter Dschungel säumt die Ufer, nur unterbrochen von wenigen Pfahlsiedlungen der Warao Indianer. Nach 2 Stunden erreichen wir das Dschungelcamp, dass uns für heute als Basis dienen soll.

Dschungelcamp im Orinoco Delta
Dschungelcamp im Orinoco Delta

Zu Fuss erkunden wir, mit Gummistiefeln an den Füssen, den Urwald: unscheinbare Pflanzen, die bei Berührung flammend rote Blüten entfalten, Blätter, die sich im Wasser in grüne Seife verwandeln, Fluss-Delphine, die sich im braunen Wasser tummeln und Piranhas, die uns als Abendessen dienen sollten (oder wir ihnen). Mit Sonnenuntergang kehren wir ins Camp zurück.

Nachdem am späten Abend der Generator aufgehört hat zu arbeiten, ist man von der Stille des nächtlichen Dschungels umgeben. Mit der Morgendämmerung erwacht der Dschungel: Brüllaffen streiten lautstark und die Papageien kämpfen um die besten Plätze auf den Baumspitzen in der Nähe des Camps. Da bei dem Lärm an Schlaf nicht mehr zu denken ist und um der schwülen Hitze zu entgehen, brechen wir früh auf. Die Sonne brennt schon am frühen morgen heiss, aber ab und zu bringt ein heftiger tropischer Regenguss Erleichterung. Wir fahren zurück nach Tucupida, um von dort aus weiter Richtung Süden in den Canaima National Park zu fliegen.

Canaima

Nachdem eine Stunde lang nichts als Bäume zu sehen war, keine Strasse, kein Ort, bietet sich kurz von der Landung aus dem Fenster des Flugzeuge der atemberaubende Anblick der Canaima Lagune, in der Ferne ragen die Tafelberge Venezuelas, die Tepuis, wie Inseln aus dem Wolkenmeer. Der grösste von ihnen, der Auyan Tepui, von den Pemon Indianer "Hause des Teufels" genannt, erhebt sich 2700m über den Regenwald.

Canaima National Park
Canaima National Park

Nach der Landung in Canaima überqueren wir die Lagune, deren Wasser von den Mineralien des Gesteins rostrot gefärbt sind. Nach einem kurzen Aufstieg, betreten wir den Wasserfall, nein nicht wirklich den Wasserfall, sondern einen natürlichen Spalt zwischen Felswand und den tosenden Wassern.

Hinter dem Wasserfall
Hinter dem Wasserfall

Die Tepuis sind zu Land nahezu unzugänglich. Die Indianer haben niemals versucht die schroffen Felsen zu erklimmen. Erst 1936 setzte der erste Mensch seinen Fuss auf den Auyan Tepui, der amerikanische Pilot Jimmy Angel, der auf dem Tepui landete. Nach dem missglückten Wiederstart brauchte er 2 Wochen, um in die Zivilisation zurückzukehren.

Salto Angel - der höchste Wasserfall der Welt
Salto Angel - der höchste Wasserfall der Welt

Wir fliegen mit dem Flugzeug durch die mystisch anmutende, nebelverhangene Welt der Tepuis, deren isolierte Lage eine einzigartige Flora und Fauna hervorgebracht hat. Wir bestaunen die Wasserfälle, die bis zu 1000m in die Tiefe stürzen (der Salto Angel ist der höchste Wasserfall der Welt) und verstehen, dass wir hier inmitten einer noch immer unberührten, urzeitlichen Landschaft sind.

IORroRnISIEZeweKI | Gast (188.143.232.12) am 18.08.2012 05:52:31
Peter Hartig schreibt:> Wenn also, liebe „Welt“, gestileete dcberstunden bei deutschen Filmschaffenden nicht abgerechnet werden, dann eben nicht „oft schon deshalb, weil sie gegen diese Bestimmungen verstodfen.“ Weil ne4mlich „diese Bestimmungen“, also das Arbeitszeitgesetz, hier nicht gelten. <Doch! Ein deutsches Gesetz verliert seine Gfcltigkeit nicht so leicht. Das Arbeitszeitgesetz kann erst seit ein paar Jahren nur durch einen gfcltigen Tarifvertrag fcberschrieben werden. Gfcltig wird ein Tarifvertrag, wenn eine dieser Bedingungen erffcllt ist:1. Der Tarifvertrag wird vom Bundesministerium ffcr Arbeit ffcr allgemein gfcltig erkle4rt wird.2. Im individuellen Arbeitsvertrag steht: "Es gilt der Tarifvertrag"3. Die Tarifregelungen treten automatisch in Kraft, wenn der Arbeitnehmer in der Gewerkschaft und der Arbeitgeber bei einer der Arbeitgebervereinigungen Mitglied ist, die den Tarifvertrag unterschreiben haben.1. ist nicht erfolgt und ich sche4tze, dadf 2. & 3. nur bei 0,1 % bis allerhf6chstens (glaube aber nicht wirklich an eine so hohe Zahl) 10 % der Vertragsverhe4ltnisse beim Film zur Anwendung kommt.Also ffcr die fcberwiegende Mehrheit der Filmschaffenden gilt der Tarifvertrag juristisch nie! Deshalb gilt ffcr die grodfe Mehrheit (ffcr fast alle?) das Arbeitszeitgesetz!So ist zumindest mein Kenntnisstand und vielleicht ein Anlass sich noch einmal ein wenig eingehender mit dem Thema zu besche4ftigen. Google, Wikipedia und so…Kommentar bewerten: 2 0
mOLvan272Vl | Gast (188.143.234.155) am 9.05.2016 16:44:38
Your post captures the issue peectfrly!
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